Vorwort
Aus Anlass unserer Jubilarfeier trat man mit dem Wunsch an mich heran, Erinnerungen aus der Parteigeschichte zu schreiben. Da die Parteigeschichte auch für mich ein Stück Lebensgeschichte bedeutet, komme ich diesem Wunsche gerne nach. Zwar fällt es mir schwer, da mir jede Unterlagen, wie Tagebuch, Protokollbuch usw. fehlen und ich mich ganz und gar auf mein Gedächtnis verlassen muss.
Jedoch: „Den Alten zur Ehr`, den Jungen zur Lehr!“
Ich will mir Mühe geben, im Großen und Ganzen meiner Aufgabe gerecht zu werden, wenn es mir auch nicht in jedem Satz möglich ist, meine Gedanken so in Worte zu kleiden, wie es vielleicht von mancher Seite gewünscht wird.
Johannes Freising
Das die Gemarkung Lambsheim umfassende Gebiet, bestehend aus fruchtbarem Ackerboden, ausgedehnten Wiesen, und hügeligem Gelände, geeignet zum Wein- und Obstbau, lässt auf eine Bevölkerung schließen, die sich hauptsächlich dem Ackerbau und der Viehzucht widmet. Eine bis Ende des vorigen Jahrhunderts hauptsächlich kleinbäuerliche Einwohnerschaft, die jahr-hundertelang in primitivster Lebensweise, Unterwürfigkeit und Unselbstständigkeit ihr Dasein fristete, ließ den Drang nach Selbstständigkeit und freiem aufstrebendem Menschentum schwer aufkommen. Die moderne Arbeiterbewegung litt noch lange unter diesem erstarrten Geist.
Umso rühmender muss derer gedacht werden, die es zuerst wagten, die Fesseln der Unfreiheit zu brechen und in das Bollwerk jahrhundertelanger Abhängigkeit eine Bresche zu schlagen. Die in den neunziger Jahren im nahen Frankenthal mächtig aufstrebende Industrie zog den größten Teil landwirtschaftlicher Arbeiter, die in wahrhaft kümmerlichen Verhältnissen lebten, an. Auch die Kleinbauern, fast durchweg von den Großen abhängig und unter der Fuchtel des Viehhändlers stehend, waren gezwungen, ihre erwachsenen Söhne in die Fabrik zu schicken. So wurde nach und nach eine Schicht Proletarier erzogen, die dank der Aufklärungsarbeit ihrer in der Stadt wohnenden Kollegen, die Idee des Sozialismus bald erfasste und in Lambsheim Eingang verschaffte. Fast unerträglicher Terror und Belästigungen aller Art ließen aber die Bewegung nicht hochkommen. „Holt Euch Eure Milch und Kartoffeln beim Ehrhard!“ (soz. Abgeordneter); so musste sich mancher Genosse sagen lassen; oder: „zieht ins Bleichhäusel, ich hab` für Sozzen keine Wohnung“, so hieß es für jene Genossen, die kein eigenes Häuschen hatten. Kein Wirt wagte es, sein Lokal für eine Versammlung zur Verfügung zu stellen. Erst als es dem Genossen Joh. Maas gelungen war, die Schuhmannsche Wirtschaft in der Hauptstraße zu pachten, konnte öfters eine Zusammenkunft stattfinden und die Ortsgruppe gegründet werden. Ein Häufchen von 26 Männern, mit Genosse Schlick als Vorsitzendem und Anton Guhmann aus Maxdorf, bildeten diese Organisation im Jahre 1897. Wir Jungen, die noch nicht 21 Jahre alt waren, durften lt. Gesetz nicht Mitglieder sein, halfen aber tatkräftig mit, wenn es galt, Flugblätter zu verteilen oder für unsere Parteizeitung, die „Pfälzische Post“, Leser zu werben.
Genosse Georg Schlick, eine unwiderstehliche Kampfnatur, war jahrzehntelang unser Vorsitzender. So wie er in der Fabrik als Schmied den Hammer zu schwingen verstand, so konnte er auch zuschlagen in Wort und Schrift, wenn Zeit und Umstände es erforderten.
Genosse Anton Guhmann, dieser kleine Mann mit dem schwarzen Vollbart und den munter dreinblickenden Augen, war unbestreitbar die Seele unserer Bewegung in Lambsheim-Maxdorf. Für die vielen Belehrungen und Vorträge, durch welche er uns Jugend zu brauchbaren und überzeugten Sozialisten heranbildete, sind wir ihm heute noch dankbar. Mit der Erbauung des Gasthauses „Zur Jakobslust“ durch Herrn Bäckermeister Kurz hatten wir endlich eine Unterkunft gefunden. Im noch unvollendeten Bau, ohne Fußboden, Fenster und Türen, hielt Genosse Erhard die Wahlrede zur Reichstagswahl 1898, die uns so schöne Erfolge brachte.
Von der Parteileitung in Ludwigshafen waren wir beauftragt, auch die umliegenden Ortschaften, welche noch keine Ortsgruppe hatten, zu betreuen. In Großkarlbach wäre es unseren Genossen beinahe einmal schlimm ergangen. Wahrend sie ihre Flugblätter zur Reichstagswahl verteilten, rotteten sich einige Einwohner zusammen, um die Eindringlinge mit Knüppeln zu vertreiben. Es blieb nichts übrig, als das Heil in eiliger Flucht zu suchen. Sie kehrten jedoch bei Nacht zurück und schoben Flugblätter zwischen Türen und Fenster in die Wohnungen und am nächsten Morgen prangten an belebten Plätzen unsere grellfarbigen Wahlplakate. Terror und Wahlbier waren übliche Kampfmittel unserer Gegner. Es gab Betriebe, in welchem die Wähler geschlossen zum Wahllokal geführt wurden, da die Wahlen nicht sonntags, sondern an einem Wochentag stattfanden. Es gab Wirtschaften, in denen man den ganzen Tag Freibier trinken konnte, wenn der „richtige Stimmzettel“ abgegeben worden war.
Trotz alledem machte unsere junge Organisation gute Fortschritte, aber Spitzel und Denunzianten hatten sich unter den Mitgliedern eingeschlichen und mancher brave Familienvater wurde aufgrund von Denunziationen um Arbeit und Brot gebracht, da es Betriebe gab, die keine Sozialdemokraten duldeten. Wir mussten auch die bittere Erfahrung machen, dass unsere Gegner immer über unsere Versammlungsbeschlüsse informiert wurden und so musste der „Judas“ entlarvt werden. Mehrmals war es uns schon aufgefallen, dass ein Mitglied nach Versammlungsschluss nicht direkt nach Hause ging, sondern immer einen Umweg machte. Nach der nächsten Zusammenkunft folgten wir ihm unbemerkt, als er seinen Weg nach dem Stammlokal der Gegner einschlug, wo man auf ihn wartete. Durch einen Spalt im Fensterladen konnten wir beobachten, wie er den Anwesenden Bericht erstattete und unseren Kampfplan für die nächste Wahl verriet. Reichlich mit Alkohol versorgt, verließ er schwankend das Lokal und wir begleiteten ihn unbemerkt. Kurz vor seiner Haustür ereilte ihn sein Verräterschicksal in Gestalt einer Tracht Prügel, die er wohl nie vergessen haben wird; der falsche Genosse ließ sich nicht mehr blicken.
Ein Erlebnis, das für mich vielleicht schlimme Folgen hätte haben können, möchte ich noch nachholen. Meine Militärdienstzeit verbrachte ich beim 18. Infanterieregiment, 10. Kompanie in Landau. Wie jeder andere Soldat, erhielt ich manchmal von zu Hause ein Paket geschickt. Meine Mutter beging dabei die Unvorsichtigkeit, eine Wurst in den buntfarbigen Umschlage des „Wahren Jakob“ (illustriertes Witzblatt der Partei) einzuwickeln. Als ich nach Übungsschluss mein Paket auspackte, erwischte der neben mir sitzende Kamerad Zimmermann aus Speyer (ein Parteigenosse) dieses Papier und las darin. Das Unglück wollte es, dass gerade der diensttuende Unteroffizier hereinkam, meinem Nachbarn das Papier abnahm und es dem Feldwebel brachte. Der Spieß oder „Schlumbes“ wie wir den Feldwebel unter uns nannten, unterzog uns beide einem gründlichen Verhör, wobei mein Kamerad frei ausging und ich am nächsten Morgen dem Hauptmann vorgestellt wurde, vor dem ich mich wegen „Verbreitung sozialdemokratischer Schriften in der Kaserne“ verantworten musste. Der Hauptmann, ein strenger aber gerechter Offizier, schenkte meinen Angaben Glauben, zumal ein von der Leberwurst herrührender Fettfleck auf dem Papier war. Er sagte wortwörtlich zu mir: „Meine besten Soldaten kommen aus der Pirmasenser und Ludwigshafener Gegend, aber fast alle sind Sozialdemokraten. Ich weiß alles! Hüten Sie sich! Das nächste mal stehen Sie vor dem Militärgericht! Heute mache ich keine Anzeige, da Sie ein guter Schütze und Exerzierer sind! Abtreten!“ Damit war die Sache erledigt, sehr zum Leidwesen des Spießes oder „Schlumbes“, der mich ohnehin schon nicht leiden konnte und mir gern ein paar Monate „Kirschbäumchen“ (Gefängnis) besorgt hätte. Es war damals die Zeit, da die „Pfälzische Post“, die Soldatenmisshandlungen kritisiert hatte. Der gute Mann hatte geglaubt, den Gewährsmann unserer Zeitung erwischt zu haben. Man hat ihn nicht erwischt! Ich habe mir immer Gedanken gemacht, wieso der Hauptmann sagen konnte: „Ich weiß alles!“ . Zwei Jahre später sollte ich es erfahren. Der Kaufmann Konrad Diehl von hier war später Büroschreiber bei meiner Kompanie. Er sagte mir, dass er in den alten Mannschaftsbüchern gelesen habe, dass der Gefreite Joh. Freising aus Lambsheim Sozialdemokrat sei und sich vor seiner Militärzeit in Lambsheim revolutionäre Umtriebe geleistet habe. – lt. Mitteilung der Gemeindeverwaltung Lambsheim -. Kommentar überflüssig.
Die Gemeinderatswahl 1899 war für uns ein Triumph, denn 4 Genossen zogen ins Gemeindeparlament ein. Es waren dies die Genossen Guhmann, Brendel und Schmitt aus Maxdorf, sowie Schlick aus Lambsheim. Während der ganzen fünfjährigen Amtsperiode waren die vier Männer die Bestgehassten unserer Gemeinde, obwohl sie sich redlich bemühten, ihre aufopfernde Tätigkeit in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Ihre erste Aufgabe bestand darin, dem Gemeinderat eine Geschäftsordnung auszuarbeiten und vorzuschlagen.
„Teuflische Erfindung der Sozialdemokraten“ nannte ein gewisser Herr vom Gemeinderat die beschlossene Geschäftsordnung. Offenbar tat es ihm leid, dass das Durcheinanderschmeißen im bisherigen Gemeinderats-Vetten-Kränzchen nun ein Ende hatte. Oft gab es heftige Zusammenstöße; zumal, wenn die 4 SPD-ler den bürgerlichen Herrn bei ihren Sonderwünschen und Interessen in die Suppe spuckten. „Ich bin schon 20 Jahre im Gemeinderat, aber so was hab´ ich noch nit mitgemacht, wie in denne fünf Johr mit denne Leit“. So äußerte sich ein gewisser Herr. Bei der Wahl im Winter 1904 gelang es den Gegnern, drei unserer Genossen mit Hilfe eines geschickten, heuchlerischen Wahlschwindels aus dem Gemeinderat hinaus zu buxieren. Damals bestand noch das Gemeindewahlgesetz mit der Mehrheitswahl. So genannte neutrale, unparteiische Wahlvorschläge überschwemmten den ganzen Ort. Viele unserer Wähler vertrauten dem „Wolf im Schafspelz“ und wählten jenen Vorschlag, auf dem die Vertreter jeder Partei gesichert schienen. Die Gegner aber hatten den Namen unserer Kandidaten gestrichen und nur Genosse Guhmann war der einzige Gewählte; der einzige Hecht im Karpfenteich. Wohl konnte er mit seinem glänzenden Rednertalent oftmals dazwischen fahren und mit der Faust auf den Tisch schlagen, wenn es die Herren gar zu bunt trieben, aber erreichen konnte er als Einziger nichts. Durch diesen Misserfolg keineswegs entmutigt, ging es wieder mit neuem Eifer an die Arbeit und sehr oft fielen die Schläge hart auf hart in Wort und Schrift.
Wir „vaterlandslosen Gesellen“ wie Kaiser Wilhelm „der Letzte“ die Sozialdemokraten nannte, waren gezwungen, manchmal auf ganz rabiate Weise unser Meinung zum Ausdruck zu bringen. In Erinnerung sind mir noch einige Verse, die lauten:
Ein Ochse ging um Morgenrot
spazieren in dem Straßenkot
doch machte ihm sehr große Pein
im See des Frührots Widerschein.
Es brüllt und tobt das wilde Biest
jedoch das Frührot bleibt wie´s ist
das war zu viel, in blinder Wut
stürmte der Gehörnte in die Flut!
Der Ochs´ ersoff, doch gibt es hie
noch manches Stück von solchem Vieh!
Die Bülow-Blockwahlen 1907 hatten in Lambsheim keine Nachwehen hinterlassen, denn bei der nächsten Gemeinderatswahl im Herbst 1909, die nach dem neuen Wahlgesetz (Proportionalsystem) stattfand, zogen wir 9 Mann hoch, mit dem Genossen Schlick II. Adjunkt an der Spitze, in den Gemeinderat ein. Unser erster Antrag lautete: Gemeinderatssitzungen und Ausschusssitzungen sollen abends 20 Uhr stattfinden. Dieser Antrag wurde abgelehnt und es blieb bei der alten Regelung, dass die Sitzungen mittags um 14 Uhr stattfanden. Infolgedessen mussten wir alle, die wir in Frankenthal oder Ludwigshafen arbeiteten, einen halben Tag versäumen. Entschädigt wurde die verlorene Arbeitszeit natürlich nicht, denn Aufwandsentschädigung gab es damals überhaupt nicht. Genosse Schlick als Adjunkt musste seine Amtsstunden 2 mal in der Woche von 11 –12 Uhr vormittags abhalten. Das kostete ihn persönlich jedes mal 3 Stunden versäumte Arbeitszeit. Außerdem musste er von seinem Akkordverdienst seinem Zuschläger die 3 Stunden bezahlen. Die Firmen weigerten sich damals strikt, für solche Dinge etwas zu entschädigen. Gar manchen Strauß gab es jetzt auszufechten. Vieles hatten wir erreicht und auch durchgesetzt, zum Wohle der hiesigen Arbeiterschaft und aller Einwohner.
Gestützt auf die Treue der hinter uns stehenden, gut disziplinierten Genossen konnten wir die uns gestellten Aufgaben fast restlos erfüllen, bis der unselige Weltkrieg über uns hereinbrach und jede Parteiarbeit lahm legte, da man an Höchster Stelle „keine Parteien mehr kannte“ und die „vaterlandslosen Gesellen“ auf einmal wieder brauchbare Vaterlandsverteidiger abgeben mussten. Dass Deutschlands ärmster Sohn auch der treueste war, wurde auch durch die hiesige Ortsgruppe bewiesen; 80 % der Genossen wurden zum Kriegsdienst einberufen! In Ehren und treuem Gedenken wollen wir uns derer erinnern, die uns lieb und teuer waren und aus dem grausigen Völkermorden nicht wiederkehrten. Freudig bewegt und mit berechtigtem Stolz gedenke ich noch heute des Novembertages 1918, da wir die rote Fahne am Balkon des Rathauses hissten, zum Zeichen des Anbruchs einer neuen Zeit! Die rote Fahne, die Fahne der Freiheit, die wir noch manches mal in früheren Jahren am 1. Mai in aller Frühe an belebten Plätzen im Frühlingswinde flattern ließen; zum Leidwesen so manchen Spießbürgers!
Ein Arbeiter- und Bauernrat wurde gegründet, dem der damalige I. Bürgermeister, Dr. Groß, bereitwilligst die Amtsgeschäfte übertrug, was wir aber ablehnten, da eine Neuwahl bevorstand, die uns auch den gewünschten Erfolg brachte. Unermüdlich waren wir wieder tätig, der Arbeiterbewegung neues Leben einzuflößen, was zunächst auch eine schwierige Aufgabe war. Unsere Genossen, die 4 Jahre unter dem Joch des Militarismus geschmachtet hatten und bei Tag und Nacht dem Tod ins Auge schauten, waren fürs erste einmal froh, wieder zu Hause zu sein und sich der Familie widmen zu können. Doch nach den Folgen der Nationalver-sammlungswahlen gelang es, wieder Leben in die Parteibewegung zu bringen. Die kurz vor Kriegsende einsetzende Spaltung in eine U.S.P. und S.P.D. war bald überwunden. Die Vernünftigeren kehrten wieder zur alten Partei zurück und nur ein Häuflein Unbelehrbarer wurden Kommunisten, die sich diese Leutchen mit Hilfe der bürgerlichen Parteien durch Volksentscheid die sozialdemokratische Gemeinderatsmehrheit beseitigen, aber die Bürgerlichen machten nicht mit. Bei allen folgenden Wahlen behielten wir die Mehrheit und die Verwaltung in Händen. Als 1933 Hitler zur Macht kam, wüteten auch in Lambsheim die braunen Horden und die SS drangsalierte und verhaftete unsere Funktionäre. Das waren ständige Tagesgeschehnisse: Beschlagnahme und Enteignung des Vermögens der Abeiterorganisationen, u. a. wurde auch das schöne Heim des Turnerbundes Jahn „requiriert“.
Über diese, für uns Deutsche so schmachvolle Zeit, wurde schon so viel geschrieben und wird noch so viel geschrieben werden, dass ich es unterlassen kann, mich hier noch weiter damit zu befassen. Wir alle atmeten auf, als 1945 die Amerikaner einrückten und diesem Teufelsspuk ein Ende machten. Wiederum waren wieder wir, die Arbeiter, diejenigen, die positive Aufbauarbeit leisteten und neues Leben aus den Ruinen wachsen ließen. Auch wir in Lambsheim waren frisch am Werk, unsere Organisation wieder hochzubringen und es ist uns gelungen, die gleichen Positionen einzunehmen wie vor 1933.
Es wird und muss fortan unsere vornehmste Aufgabe sein, das früher Erkämpfte und nun wieder Aufgebaute zu erhalten und weiter auszubauen. Möge es deshalb die heranwachsende Generation als ihre Ehre betrachten, unverzagt und festen Mutes für die hohen Ziele der Arbeiterbewegung, für die Beseitigung der Klassenherrschaft weiterzukämpfen, bis dereinst die Fahne der Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit alle Menschen im Frieden und im Geiste des Sozialismus einigt!
Wenn die Wässerlein kämen zu Hauf, gäben sie wohl einen Fluss.
Weil jedes nimm seinen eigenen Lauf eins ohne das andere vertrocknen muss.
Nur vereint mit den andern, kannst Prolet zum Ziel Du wandern, darfst nicht allein im Kampfe stehen, oder du musst untergehen!
Johannes Freising, Im Januar 1955
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